Die Stadt München baut am Rappenweg – und das betrifft auch Haar, genauer Gronsdorf. Im direkt an Gronsdorf grenzenden Rappenweg soll ein neues Wohnquartier entstehen: mit der „Guten Uta“ sollen Wohnraum für 6.000 bis 7.000 Menschen sowie Geschäfts- und Gewerbeflächen entstehen.
Damit eine große Bebauung sich möglichst reibungslos in die Umgebung einfügt, muss die Stadt Haar ihre Perspektive und gerade die Perspektive der Gronsdorfer:innen konsequent einbringen.
In diese Richtung ging auch eine unserer Anfragen im Stadtrat im Mai, die hier nachgelesen werden kann.
Hier finden Sie die Punkte, die wir als SPD zur Stellungnahme ergänzt haben
Zu Punk 1
Die Stadt Haar appelliert daher erneut und mit Nachdruck an die Landeshauptstadt München, auf der Gronsdorf zugewandten Seite auf eine sechsgeschossige Bebauung zu verzichten und sowohl die Gebäudehöhen als auch die Geschossflächenzahl in diesem Bereich deutlich zu reduzieren. Nur so kann ein angemessener Übergang zur bestehenden, gartenstadtartig geprägten Wohnbebauung erreicht werden. (...)
Besonders kritisch sieht die Stadt Haar zudem die fehlende beziehungsweise unzureichende Abstandsfläche gegenüber der bestehenden Wohnbebauung an der Herzogstandstraße und der Heimgartenstraße. Angesichts der vorgesehenen Gebäudehöhen und der unmittelbaren Nähe zur bestehenden Wohnbebauung wird den berechtigten Belangen der angrenzenden Anwohnerinnen und Anwohner aus Sicht der Stadt Haar nicht ausreichend Rechnung getragen. (...)
Neu beschlossen als Punkt 2
Zu Punkt 5
Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht der Stadt Haar zwingend erforderlich, die Erschließung des Quartiers durch den öffentlichen Personennahverkehr insgesamt verbindlich abzusichern. Die Festlegung eines verbindlichen 10-Minuten-Takts während der Hauptverkehrszeiten für die geplanten Buslinien ist hierfür eine wesentliche Voraussetzung und bereits im Rahmen der weiteren Planung sicherzustellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die zu erwartenden zusätzlichen Fahrgastzahlen bewältigt und die Nachteile einer möglichen Verschlechterung des S-Bahn-Angebots zumindest teilweise kompensiert werden.
Ebenso kritisch bewertet die Stadt Haar den vorgesehenen Stellplatzschlüssel von lediglich 0,5 Stellplätzen je Wohneinheit. Ein derart niedriger Stellplatzschlüssel birgt die erhebliche Gefahr, dass Parksuchverkehr und Ausweichparken in die angrenzenden Wohngebiete, insbesondere in den Ortsteil Gronsdorf, verlagert werden. Die Stadt Haar hält daher eine Anhebung des Stellplatzschlüssels auf ein bedarfsgerechtes Maß für erforderlich, um eine zusätzliche Belastung der bestehenden Wohngebiete wirksam zu vermeiden und den tatsächlich zu erwartenden Mobilitätsbedürfnissen des Quartiers Rechnung zu tragen.
Die Stadt Haar hält ein tragfähiges, realitätsnahes und belastbares Mobilitätskonzept für das Gesamtquartier für unverzichtbar. Angesichts der vorgesehenen hohen Einwohner- und Beschäftigtenzahlen muss nachvollziehbar dargelegt werden, wie die verkehrliche Erschließung dauerhaft funktionieren soll. Das Mobilitätskonzept muss die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse realistisch berücksichtigen und die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs, des ruhenden Verkehrs sowie des Individualverkehrs belastbar nachweisen. Nur so können unzumutbare Auswirkungen auf die bestehende Verkehrsinfrastruktur und die angrenzenden Wohngebiete der Stadt Haar vermieden werden. (...)
Den Beschlussvorschlag (aktuell noch ohne unsere Änderungen) finden Sie hier im Ratsinformationssystem der Stadt Haar (externer Link).
Sobald der Beschluss veröffentlicht ist, werden wir ihn auch hier als Link einfügen.